Roulette – Entstehung und Strategien

Die Geschichte der Glücksspiele reicht viele tausend Jahre zurück. In Asien, Europa und Afrika konnte man Beweise für antikes Glückspiel entdecken. Aus Knochen wurden in Indien, Ägypten und Mesopotamien Würfel hergestellt. Das Spiel mit den Würfeln wird in indischen Schriften und auch von römischen Geschichtsschreibern erwähnt.
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Geschichte des Roulette

Roulette als Glücksspiel ist nicht ganz so alt wie das Würfelspiel, aber es zählt zu den beliebtesten Spielen in Casinos, auch online. Und seine Geschichte reicht etwa 400 Jahre zurück. DIe Herkunft von Roulette ist nicht eindeutig geklärt. Vermutlich wurde es beeinflusst von dem Rad der Fortuna, das über Glück und Unglück entscheiden sollte, von “Even/Odds”, das schon gerade und ungerade Zahlen verwendete, und von dem Brettspiel Biribi. Roulette ist im 17. Jahrhundert in Italien entstanden, damals mit 38 Zahlen. Oft wird auch Blaise Pascal als Erfinder des Roulettes vermutet. Er war von Zahlenspielereien begeistert, begründet durch seine Forschung zur Wahrscheinlichkeitsrechnung. Roulette selbst hat er nicht erfunden, man kann aber davon ausgehen, dass er die Roulette-Maschine erfunden hat.

Im 18. und 19. Jahrhundert verbreitete sich Roulette in ganz Europa, besonders in Frankreich war es bei Hofe sehr beliebt. Als es dort im 19. Jahrhundert verboten wurde, entstanden die berühmten deutschen Spielbanken in Baden-Baden, Bad Homburg und Wiesbaden. Auch in Amerika fand Roulette in der amerikanischen Variante schnell Verbreitung. Im 20. Jahrhundert war das Spiel lange Zeit auf wenige Orte weltweit beschränkt, wie zum Beispiel Monte Carlo und Las Vegas. Mit dem Internet startete Roulette dann seit den 90er Jahren voll durch und ist heute eines der beliebtesten Spiele in Online-Casinos.

Gewinnstrategien

Schon bald versuchten die Spieler Gewinnstrategien zu entwickeln, gerade viele französische Adelige waren auf diesem Gebiet sehr aktiv. Man wollte zum einen gegen das Casino gewinnen, aber sicher war auch die mathematische Denksportaufgabe für viele reizvoll. Viele der Methoden machten Spaß, aber die Spieler hatten dadurch nicht wirklich eine bessere Chance auf höhere Gewinne oder auf Gewinne überhaupt.

Auch heute schwören viele Roulette-Spieler weltweit auf Gewinnstrategien. Einige der Systeme gehen tatsächlich noch auf die Anfangsjahre des Spiels zurück. Man kann hierbei Strategien mit und ohne Progression unterscheiden. Eine Progression soll durch immer höhere Einsätze vorherige Verluste ausgleichen und damit langfristig zu Gewinnen führen. Strategien ohne Progression nutzen immer den gleichen Einsatz, man will gezielt auf Zahlen setzen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten.

Auch wenn die meisten Strategien nicht unbedingt zu großen Gewinnen führen, so ist es aber in jedem Fall interessant und vielleicht auch spannend, mit einem System zu spielen und nicht nur planlos zu setzen. Einige interessante Gewinnstrategien werden an dieser Stelle vorgestellt.

Martingale – ein Klassiker

Das klassische Martingale ist eine Strategie, die bei Roulette schon seit dem 18. Jahrhundert zum Einsatz kommt. Die Regeln sind sehr einfach, daher wurde Martingale vermutlich auch zu der bekanntesten und beliebtesten Gewinnstrategie für Roulette. “Martingale” leitet sich im provenzalischen Dialekt vom Namen der Stadt Martigues in der Camargue ab.

Die Idee ist simpel. Der Spieler startet mit einem kleinen Einsatz, normalerweise das Tischminimum, und setzt auf eine einfache Chance, beispielsweise Rot oder Schwarz, Gerade oder Ungerade. Ist der Einsatz verloren, setzt man den doppelten Einsatz auf die gleiche Wette. Gewinnt man dagegen die Wette, kann der Gewinn die Verluste der vorausgegangenen Einsätze ausgleichen, und man macht einen kleinen Gewinn. Da der Spieler auf einfache Chancen setzt, gewinnt er doch recht viele der Spiele. Das System eignet sich eher für Europäisches oder Französisches Roulette.

Beschreibung

Der Ablauf des Spiels folgt diesem Muster:

  • “Einsatz”: Der Spieler setzt seinen Einsatz auf eine beliebige einfache Chance, begonnen wird mit dem Mindesteinsatz. Da alle einfachen Chancen die gleiche Gewinnwahrscheinlichkeit haben, sind sie beliebig austauschbar.
  • “Wette verloren”: Im Verlustfall wird der Einsatz verdoppelt, weiter geht es wieder beim Punkt “Einsatz”.
  • “Wette gewonnen”: Im Gewinnfall nimmt man den Gewinn mit und beendet diese Serie. Eine neue Serie kann wieder mit dem Mindesteinsatz beim Punkt “Einsatz” gestartet werden.

Beispiele

Ein paar Rechenbeispiele:

  • Beispiel 1: Der Spieler setzt 1 Euro auf Rot, Rot gewinnt, das Casino zahlt 2 Euro aus, der Gewinn beträgt 1 Euro. Das ist der einfachste Fall. Das Spiel kann wieder von vorne beginnen.
  • Beispiel 2: Es geht los mit 1 Euro auf Gerade, die 17 gewinnt. Einsatz verdoppeln, 2 Euro auf Schwarz, jetzt kommt die 30, Rot, wieder verloren. Einsatz noch einmal verdoppeln, 4 Euro auf Rot. Die 12 gewinnt, Rot! Die Bank zahlt 8 Euro aus, die Einsätze waren 1 + 2 + 4 = 7 Euro, Netto-Gewinn wieder 1 Euro.
  • Beispiel 3: 1 Euro Einsatz auf Rot, Schwarz gewinnt, dann 2 Euro auf Gerade, die Zahl ist ungerade, 4 Euro auf Manque, aber Passe gewinnt. 8 Euro auf Schwarz, diesmal kommt Rot, 16 Euro auf Rot, jetzt Schwarz, 32 Euro auf Gerade, die Gewinnzahl ist ungerade. Nächster Einsatz 64 Euro auf Rot, aber schon wieder Schwarz! Der nächste Einsatz wäre 128 Euro, aber das Tisch-Limit sind 100 Euro! Das System hat versagt.

Wie an den Beispielen leicht zu erkennen ist, ist die Strategie war einfach, aber es gibt auch ein paar Nachteile. Bei einer Pechsträhne wie in Beispiel 3 steigen die Einsätze schnell an. Übersteigt der nächste Einsatz das Tischlimit oder die finanziellen Mittel des Spielers, dann hat man die ganze Serie verloren. Und der Gewinn ist am Ende immer nur der relativ kleine Start-Einsatz.

Zusammenfassend muss man sagen, Martingale mag zeitweise ganz interessant sein, aber es birgt ein hohes Verlustrisiko bei doch sehr geringen Gewinnchancen. Auf Dauer wird es auch recht langweilig.

Varianten

Einige weitere bekannte Strategien, die auf Martingale basieren, sind

  • die Hollandaise
  • das d'Alembert-System
  • die Fitzroy-Progression
  • Montant et démontant

Bei allen Strategien wird der Einsatz im Verlustfall gesteigert oder auch im Falle eines Gewinns erhöht. Die Varianten versuchen die Nachteile des klassischen Martingale-Systems auszugleichen und sind auch weniger langweilig. Ob sie allerdings wirklich mehr Erfolg versprechen, kann jeder Spieler selbst ausprobieren.

Labouchère – eine Liste mit Zahlen

Eine interessante Variante ist das Labouchère-System oder auch die Américaine genannt. Henry du Pré Labouchère war ein englischer Politiker und Journalist.

Durchführung

Bevor es mit dem Spielen und Setzen losgeht, nimmt sich der Spieler Stift und Papier zur Hand und schreibt eine Folge von Zahlen auf den Zettel, von links nach rechts aufsteigend.

  • beispielsweise 1 – 2 – 3 – 4

Für das erste Spiel werden die beiden Zahlen am linken und rechten Ende der Reihe genommen und addiert, in diesem Fall also 1 + 4 = 5. Der Einsatz beträgt damit fünf Einheiten, zum Beispiel Chips oder Euro. Gespielt werden wie bei Martingale immer einfache Chancen. Ist die Wette erfolgreich, streicht der Spieler die beiden Zahlen durch. Die Notiz könnte dann so aussehen:

  • /1/ – 2 – 3 – /4/

Die beiden äußeren Zahlen links und rechts sind jetzt die 2 und die 3, der Spieler setzt also 2 + 3 = fünf Einheiten. Wird eine Wette verloren, so werden die Zahlen nicht durchgestrichen. sondern der Einsatz der verlorenen Wette wird am rechten Rand der Liste ergänzt. Nehmen wir an, die zweite Wette ging verloren:

  • /1/ – 2 – 3 – /4/ – 5

Die beiden Zahlen links und rechts sind jetzt die 2 und die 5, der Einsatz ist also 2 + 5 = 7. Wird das Spiel gewonnen, werden die zwei und die fünf durchgestrichen, im Verlustfall wird der Einsatz rechts an die Liste angehängt. Steht nur noch eine Zahl auf der Liste, ist das der Wetteinsatz. So geht es weiter, bis alle Zahlen in der Liste durchgestrichen sind.

Gelingt es dem Spieler, alle Zahlen der Reihe zu streichen, ist das gesetzte Ziel erreicht, insgesamt zehn Einheiten wurden gewonnen. Man startet also mit einem Wunschbetrag, den man gewinnen möchte, und notiert die Teilbeträge wie beschrieben auf einem Zettel.

Vorteile

Die Einsätze wachsen bei mehreren Verlusten in Folge nicht so schnell an wie bei Martingale. Und jede gewonnene Wette gleicht zwei verlorene Spiele aus. Das macht dieses System bei Spielern besonders beliebt. Man kann mit dem Labouchère-System eine Menge Spaß haben, aber auch hier kann eine Pechsträhne zum Verhängnis werden.

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Auch das Paroli-System ist bei Anfängern und fortgeschrittenen Roulette-Spielern beliebt. Es ist leicht verständlich und ihm wird eine gewisse Effektivität nachgesagt.

Beschreibung

Im Gegensatz zu Martingale verdoppelt man den Einsatz bei Paroli immer dann, wenn man die letzte Wette gewonnen hat. Damit steigen die Einsätze während einer Reihe von Verlusten nicht schnell an. Solange man verliert, bleibt der Einsatz auf dem niedrigen Einstiegsniveau. Hat man dann eine Wette gewonnen, wird der Einsatz für das nächste Spiel um den Gewinn aufgestockt. Der zusätzliche Einsatz aus der eigenen Tasche bleibt weiterhin relativ gering.

Dabei setzt man normalerweise auch nur auf einfache Chancen, da hier häufiger mit einem Gewinn zu rechnen ist. Eine übliche Strategie ist, im Falle des Gewinns den Einsatz plus Gewinn auf der gleichen Chance zu belassen. Ein häufiges Ziel ist dabei, zwei Paroli zu gewinnen.

Im Detail bedeutet das, wenn ein Spieler die erste Runde gewinnt, bleiben Einsatz und Gewinn auf dem Feld stehen, das ist das erste Paroli. Geht auch die zweite Runde an den Spieler, kommt das zweite Paroli zum Einsatz, Einsatz und Gewinn bleiben wieder stehen. Und wird dann auch die dritte Runde gewonnen, nimmt der Spieler den Gewinn an sich. Geht aber eine dieser drei Runden verloren, dann beträgt der Verlust nur den Mindesteinsatz. Und das Spiel kann wieder von vorne beginnen.

Ein Beispiel

Ein Spieler spielt mit einem Mindesteinsatz von zehn Euro und hat das Ziel, zwei Paroli zu gewinnen. Diese Fälle können dabei auftreten:

  • Einsatz auf Gerade: die 20 gewinnt, 20 Euro bleiben stehen, jetzt die acht, 40 Euro bleiben stehen, und die 34, der Spieler nimmt die 80 Euro und hat 70 Euro Gewinn gemacht.
  • Einsatz auf Rot: die elf, Schwarz, zehn Euro Verlust.
  • Einsatz auf Schwarz: 17, Schwarz, 20 Euro bleiben auf Schwarz, die 25, Rot, wieder zehn Euro Verlust.
  • Einsatz auf Ungerade: die 27 kommt, 20 Euro bleiben stehen, die drei, 40 Euro bleiben stehen, jetzt die 20, schon wieder zehn Euro verloren.

Varianten

Es ist einfach, die Anzahl der Paroli-Einsätze zu variieren. Statt wie im Beispiel auf zwei Paroli-Gewinne zu spielen, kann man auch schon nach dem Gewinn des ersten Paroli mit der Serie aufhören. Oder man riskiert noch etwas mehr, und wartet auf den Gewinn eines dritten Paroli in Serie.

Zusammenfassung

Paroli hilft, große Verluste zu vermeiden, Das Risiko ist gering, die Strategie ist sehr einfach. Allerdings ist auch dieses System auf Dauer nicht effektiv. Und falls es zu Gewinnmitnahmen kommt, dann sind die Beträge meist recht gering. Es ist keine Strategie, um reich zu werden.

Welches System ist das Beste?

Die schlechte Nachricht zuerst: Ganz gleich, mit welchem System der Roulettespieler seine Einsätze macht, auf lange Sicht gewinnt immer das Casino oder die Bank! Beim europäischen Roulette mit einer Null gibt es einen Bankvorteil von 2,7 Prozent. Beim amerikanischen Roulette mit zwei Nullen sind es gar mehr als fünf Prozent. Das ist der Anteil, der von allen Einsätzen auf lange Sicht im statistischen Mittel an das Casino geht.

Die vorgestellten Systeme

Die positive Nachricht ist, dass Roulette-Spielen mit einem System mehr Spaß macht als ohne. Und es gibt unterschiedliche Strategien. Manche, wie Paroli, versuchen, mögliche Verluste gering zu halten. Andere, wie das klassische Martingale, versprechen einen garantierten Gewinn, aber man sollte das Risiko nicht aus den Augen verlieren. Die dritte hier vorgestellte Strategie, das Labouchère-System, kommt auch mit einem geringen Risiko aus und lässt wenig Langeweile aufkommen.

Strategien

Es gibt aber noch weitere Roulette-Systeme, die alle ihren gewissen Reiz haben. Bei der nach James Bond benannten Strategie teilt man seinen Einsatz auf unterschiedliche Felder und Reihen auf, man kombiniert also einige mehrfache Chancen. Macht man das richtig, kann man fast zwei Drittel des gesamten Spielfeldes abdecken und erhöht so die Gewinnchancen enorm. Für Statistik-Freunde gibt es die mathematische Strategie. Dabei beobachtet der Spieler die Ergebnisse erst einmal längere Zeit und sucht sich dann einige der erfolgreichen Zahlen für seine Einsätze aus.