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Europäisches vs Amerikanisches Roulette

Amerikanisches und europäisches Roulette

Wie bei den meisten Casinospielen gibt es auch beim Roulett verschiedene Varianten. Das Spiel entstand im 17. Jahrhundert in Frankreich, daher sind die traditionellen Regeln als europäisches Roulett bekannt. Dabei sind auf dem Roulettekessel 37 Kammern zu finden, wovon jeweils 13 schwarz beziehungsweise rot sind. Außerdem gibt es eine grüne Null.

Bei der jüngeren Variante, welche als amerikanisches Roulette bekannt ist, befindet sich auf dem Roulettekessel außerdem eine Doppelnull. Auch die Anordnung der Zahlen unterscheidet sich von der europäischen Variante, so dass gerade und ungerade sowie rote und schwarze Nummern gleichmäßig verteilt sind. Der Spielablauf ist weniger formell und bedeutend schneller, als bei der traditionellen Version.

Der Hausvorteil

Durch die unterschiedliche Anzahl Felder unterscheidet sich der Hausvorteil der beiden Varianten. Beim europäischen Roulett werden die Gewinnquoten über die Wahrscheinlichkeit der sechsunddreißig schwarzen und roten Kammern berechnet. Da aber auf dem Kessel auch die Null zu finden ist, hat die Bank einen Vorteil von 2,7 %. Das bedeutet, was immer noch sehr gering ist.

Beim amerikanischen Roulett existiert zusätzlich die Doppelnull, und so ist der Vorteil für die Bank größer. Er liegt bei 5,26 %. Für den Spieler bedeutet dies, dass er mathematisch bei der europäischen Variante klar die besseren Gewinnchancen hat. Allerdings gibt es dort oft einen Tronc genannten Abzug von den Gewinnen, welcher den Hausvorteil auf 5,4 % erhöht.

Roulette-Rad

Unterschiede in den Regeln

Während die Grundregeln bei beiden Spielvarianten identisch sind, gibt es einige kleine aber entscheidende Unterschiede. So gibt es beim europäischen Roulette die Prison-Regelbei den einfachen Chancen. Mit ihr verliert der Spieler seinen Einsatz beim Auftreten der Null nicht, er wird auf das nächste Spiel übertragen. Damit sinkt der Hausvorteil auf 1,35 %!

Beim amerikanischen Roulette existiert eine zusätzliche Wette auf die Kammern Null, Doppelnull, Eins, Zwei und Drei, welche als First Five bekannt ist. Gewinne werden dabei im Verhältnis 1:6 ausbezahlt, was einem Hausvorteil von 7,89 % entspricht. Diese Wette ist somit für den Spieler die schlechteste Option und sollte möglichst vermieden werden.

Welche Variante sollte man bevorzugen?

Das hängt primär vom persönlichen Geschmack und Schwerpunkten ab. Die Atmosphäre bei der europäischen Variante ist auch im Live-Casino oft gehobener, und das Spiel wird meist auf Französisch geleitet. Das amerikanische Spiel ist hingegen schneller und findet oft auf Englisch oder sogar auf Deutsch statt.

Wer Wert auf größtmögliche Gewinnchancen legt, der sollte die verwendeten Regeln genau studieren. Generell sind die Gewinnchancen beim europäischen Roulette zwar höher, findet jedoch die Tronc-Regel Anwendung, dann kann plötzlich die amerikanische Variante die bessern Gewinnchancen bieten. In jedem Fall sollte man auf die Wette auf die First Five verzichten, da diese immer ungünstig ist.